Furcht kann auch in wahren Gläubigen wohnen —abgchaltcn würden, sich zu versammeln, und sichheimlich, wie die zu Elia Zeit, verbergen müßten?Und liegt cs nicht auch in der Führung mancherSeelen, daß sie mehr auf einen einsamen und abge-sonderten Verkehr mit ihrem Herrn, als auf vielenUmgang mit Brüdern sich hiugcwiescn fühlen. Undso läßt sich auch daraus, daß sich an einem Orteoder in einer Gegend noch keine Thcilnahme undRegsamkeit für christliche Anstalten, Missions- undBibel-Gesellschaften findet, nicht der sichere Schlußziehen, daß cs da keine lebendigen Christen gebe;vielleicht fehlt cs nur an Kunde von solchen Anstal-ten, vielleicht nur an der Anregung eines solchenInteresses, oder die lieben Seelen haben noch mitsieh selbst, mit ihrem eigenen armen Herzen und deneigenen geistlichen Sachen und Angelegenheiten soviel zu schaffen, daß ihnen noch nicht einmal Mußeübrig bleibt, um auch nach Außen hin und an An-dere zu denken. Das wäre ja Alles möglich. Aberwo man keine geistlichen Schriften begehrt und liest,keine Nachrichten ans dem Reiche Gottes, keineTraktätlcin und keine Predigten, da kann man dochwohl auf einen völligen Mangel an Heiligen schlie-ßen? O nein! so sicher doch nicht. Ich kenne Hei-lige, die ibr wohl Alle für Heilige anerkennen wür-det, wenn ich sie euch nennen wollte; die lesen nichtsin der Welt, als die Bibel und das Gesangbuch,und wischen sich täglich die Augen vor Freude, daß
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