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2 (1831)
Entstehung
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sie so reich sind mit diesen zwei Büchern, und mei-nen, sie hatten eine ganze Bibliothek daran, die sicwohl in ihrem Leben nicht auslesen würden, unddenken: so schon ständ's doch nirgend, als in deralten Bibel! Wer kann den Leuten Unrecht geben,und wer möchte ihnen andere Bücher anfdringcn,darin cs doch so schön nicht stehet, wie sie sagen.Und solcher Seelen mag's ja Viele geben!

Nicht selten, meine Brüder, machen wir auchdadurch das Häuflein der Gläubigen kleiner in un-scrn Augen, daß wir zu willkührlich und cngkrei-sig die Kennzeichen des Gnadcnstandes bestimmen.Ta wollen wir z. B. dem heiligen Geist, der dochfrei ist und blaset, wie und wo er will, einen be-stimmten Gang verschreiben, den er bei der Bekeh-rung aller Mcnschcnherzcn gehen müsse. So wieer uns hcrnmgcholt und geführt hat, grade sosoll er nun mit Allen verfahren. Aber! wer sindwir, daß wir dem heiligen Geiste wollen Vorschriftgeben, wie Er's machen müsse? Tie ewige Weisheitspielet auf dem Erdboden, und das Uniformircn istnicht ihre Sache, weder im Reiche der Natur, nochin dem der Gnade, sondern sie liebet Mannigfal-tigkeit in der Einheit. Wenn du durch das rotheMeer eines plötzlichen, schweren und vcrzweiflnngs-vollen Vußkampfes in's gelobte Land bist cingcdrun-gen; sollte der Geist nicht einen Andern im Wegeeines stilleren, schon durch die Hoffnung auf Gnadeversüßten Traucrns hineinführen können? Tiefe Buße