Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
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Wagen. Man ist langst darüber eins, daß demje-nigen, was einmal ein paar aufgeblähte Gecken vonPhilosophen gesagt haben, weit mehr zu trauen sey,als dem, was der Heilige von Nazareth oder einerseiner Apostel gesprochen, und daß der Glaube einesPaulus, Petrus und Johannes als etwas Veralte-tes, Abgeschmacktes, Mystisches und eines gebilde-ten Menschen Unwürdiges zu verwerfen nicht blos,daß er zu bestreiten, zu verfolgen und wo mög-lich radical hinwegzurautcn sey. Das ist der herr-schende Geist in der heutigen Christenheit, derbald geschmückt und verlarvt mit christlichen Gcbchr-den, bald plump in unverschämter Offenheit inallen Gegenden, Ständen und Verhältnissen sein We-sen treibt, und der bereits mit der Muttermilch cin-gesogen wird. Millionen auf Christi Namen getauf-ter Menschen liegen diesem frechen Lügcngciste inunserer Zeit zu Füßen. Macht euch auf die Neise:an jeder Wirthstafel könnt ihr ihn spuken sehen;begebt euch in die Gesellschaften: fast in jederUnterhaltung werdet ihr seine Sprache hören;durchwandert die Kirchen, in den meisten ist dieserGeist des Verführers Prediger und Schrifterklärer;thnt einen Blick in viele neuere Gesangbücher undKatechismen, statt des Geistes Gottes wird euch die-ser Geist der Finstcrniß in der Maske der Religio-sität begegnen; und selbst in den Schulen, da unddort ist dieser Geist der Moloch, dem unsere Kindergeopfert werden. Ja, meine Brüder, beim Blick auf's

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