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große Ganze der heutigen Christenheit können wirnicht anders als znsammenschandern. Es steht schlimmund traurig; der Geist des Widerchrists ist in derWelt in einem Maaßc, wie noch nie; und cs istan der Zeit, in die Davidsklage cinznstimmcn:"Herr, hilf! die Heiligen haben abgenommen, undder Gläubigen ist wenig worden unter den Men-schenkindern." — ^
Gewiß, meine Brüder, es denken Viele allzu- 1gut von unserer Zeit, die doch in Wahrheit eineZeit des traurigsten Verfalles ist. Aber nicht auchViele allzntrübe? Ohne Zweifel auch das, wenig- ,stens glauben wir's so gerne, und eine Erfahrung, Iwie sic Elias machte, der auch schon meinte, daß !er ohngefähr allein noch übrig sey, und darauf zuseinem größten Erstaunen vernehmen mußte, daß saußer ihm noch Siebentausend im Lande wohnten,deren Kniee vor Baal sich nicht gcbenget, derenMund ihn nicht gcküssct hatte, kann uns nur indiesem Glauben bestärken. Zuverlässig, meine Brü-der, hat der Herr außer den Heiligen, die wir ken-nen, noch einen verborgenen Samen in der Welt,um den wir nicht wissen, und manches Land, undmanche Stadt wäre wohl längst wie Sodoma ge-worden und gleich wie Gomorrha, wenn nicht einUeberbleibsel von verborgenen Gerechten diesen Stäh-len und Ländern gleichsam zu Blitzableitern und Schil-den gedient hatten. "Das Reich Gottes kommt nichtmit äußerlichen Gcbehrden, cs ist inwendig in dem