Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
162
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gar, gleich einem Irrwisch aus dem Sumpfe, amEnde in ein pures Nichts sich anflöst. Und woll-ten wir denn auch einmal alle diejenigen, die inunfern Tagen wieder den Schein der Gottesfurchtund des Glaubens an sich tragen, für wirklicheGläubige baltcn, wie viele waren denn derGläubigen im Verhältnisse zu denen in der Ebristen-beit, die sich handgreiflich und offenbar als Ver-leugner des Bibclgottcö zu erkennen geben? Es istja nicht der Rede werth. Ter herrschende Geistunserer Zeit ist nach wie vor ein Geist des Unglau-bens und des Abfalls, ein Geist der flachsten Auf-klärerei und des dünkelhaftesten Hochfahrens, einGeist des Widerspruchs gegen das Wort Gottes,und des Selbstwiffenwollens, was gut und böse scy,ein Geist der übcrmüthigsten Vernnnftvergötternngund der inpertinentesten Geringschätzung der gcoffcn-barten Geheimnisse. Bei der großen Masse in derEbristenheit nicht der gebildeten allein, sondernauch der ungebildeten ist cs längst eine ausge-machte Sache geworden, daß der Artikel vom mensch-lichen Verderben eine flüstere Grille, das Wort vomKreuz und Ebrisii Blut ein verjährter Unsinn sey.Es ist als unwidcrsprechlich angenommen, daß derelendige Unrath eines äußern Rechtthunö ansgemeinem Egoismus und eigenem Interesse hervor-gegangen überflüssig hinrciche zur BefriedigungGottes, und daß zum Seligwerdcn ein Mittler sogut entbehrt werden könne, als ein fünftes Rad am