gar, gleich einem Irrwisch aus dem Sumpfe, amEnde in ein pures Nichts sich anflöst. Und woll-ten wir denn auch einmal alle diejenigen, die inunfern Tagen wieder den Schein der Gottesfurchtund des Glaubens an sich tragen, für wirklicheGläubige baltcn, — wie viele waren denn derGläubigen im Verhältnisse zu denen in der Ebristen-beit, die sich handgreiflich und offenbar als Ver-leugner des Bibclgottcö zu erkennen geben? Es istja nicht der Rede werth. Ter herrschende Geistunserer Zeit ist nach wie vor ein Geist des Unglau-bens und des Abfalls, ein Geist der flachsten Auf-klärerei und des dünkelhaftesten Hochfahrens, einGeist des Widerspruchs gegen das Wort Gottes,und des Selbstwiffenwollens, was gut und böse scy,ein Geist der übcrmüthigsten Vernnnftvergötternngund der inpertinentesten Geringschätzung der gcoffcn-barten Geheimnisse. Bei der großen Masse in derEbristenheit — nicht der gebildeten allein, sondernauch der ungebildeten — ist cs längst eine ausge-machte Sache geworden, daß der Artikel vom mensch-lichen Verderben eine flüstere Grille, das Wort vomKreuz und Ebrisii Blut ein verjährter Unsinn sey.Es ist als unwidcrsprechlich angenommen, daß derelendige Unrath eines äußern Rechtthunö — ansgemeinem Egoismus und eigenem Interesse hervor-gegangen — überflüssig hinrciche zur BefriedigungGottes, und daß zum Seligwerdcn ein Mittler sogut entbehrt werden könne, als ein fünftes Rad am
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