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2 (1831)
Entstehung
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Wahrscheinlichkeit für die Verwirklichung ihrer Aus-sichten vorhanden ist. Da heißt cs denn: "Herr,ich glaube, hilf meinem Unglauben! Ich hoffe,Herr, zerstreue meine Zweifel!" Daß das Rc-formationswcrk am Ende doch in Israel gelingenmüsse, davon war der Prophet überzeugt; hatte csdoch der Herr verheißen. Aber wie wird's ge-schehen, wann, wodurch? fragte das arme, sorg-liche Herz, und kaum, daß die betrübten, hoffnungs-losen Verhältnisse, wie sie ja damals in Samarianoch bestanden, in seiner Erinnerung wieder auf-tauchcn, da geht ihm auch schon der Himmel wiedervoller Wolken, und das Gcmüth ergießt sich auf'sNene in bedenkliche Fragen und Klagen.

Glauben im Dunkeln, auf's bloße Wort hin,wo nichts, ja nur das Gegentheil von dem zu sehenist, was man glauben soll; nackter Glaube gegenVernunft und menschliche Berechnung an, jafreilich, das ist eine große herrliche Sache, durchwelche Gott gar sehr geehrt wird; wüchse es nurreichlicher in unfern Gärten, dieses Himmclspflänz-lcin. Aber auch da, wo jener Glaube wirklich ist,erscheint er meist nur, wie in Elias, im streitendenStande, selten im triumphirenden, und vollendet.Du befindest dich z. E. in mißlicher Lage; Nah-rungösvrgen und häusliche Verlegenheiten haben dichunter, du sichst kein Durchkommcn mehr, und jedemenschliche Aussicht auf Hülfe ist verschwunden;da eröffnet sich dir göttliche Aussicht in den Vcr-