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mir mit leeren Schrecken geängstigt haben?" DerPrediger, durch diese Anrede nicht wenig über-rascht, erwicdert mit bündiger Bestimmtheit, erhabe Gottes Wort geredet, mithin untrügliche Wahr-heit. "Mein Gott, entgegnet der Gast mit großerBestürzung, ist dem also, Herr Pastor, wie wirdes uns ergehen?" — Uns? denkt der Prediger,und stutzt, und dieses befremdliche „uns" gewalt-sam abweisend von seinem Herzen, beginnt er, demFragenden die Hcilsordnung anszulcgcn, und er-mahnt ihn zum Bnßethun und zum Glauben. Dieseraber, als hatte er von dem ganzen Zuspruchs desPredigers keine Splbe gehört, unterbricht ihn mit-ten in der Rede, und wiederholt mit steigendem Äf-ftet den ängstlichen Ausruf: "Ist es Wahrheit, HerrPastor, ich bitte Sic, was fangen wir denn an?"Entsetzt wankt der Prediger zurück. Wir? denkt er,was soll das "wir"? und vergeblich sich bemühend,die wachsende Unruhe und Verlegenheit seines Her-zens niedcrzukämpftn und zu verbergen, gicbt ersich auf's Nene an's Predigen und Ermahnen. DemGaste treten die Tbränem in die Augen, dann schlägter wie ein Vcrzweiflcndcr die Hände zusammen undruft mit einem Accente, daß cs die Steine hättejammern mögen: „Herr Pastor, ist es Wahr-heit, wehe, so ist cs mit uns aus und wir sind ver-loren!" Blaß und zitternd steht der Prediger da,die Sprache versagt ihm. Mit dem Ausdruck einernamenlosen Bestürzung senkt er die Blicke zur Erde,