Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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redet: mein Gott, was will's dann werden! Sindes Worte nur und Hirngcspinnste: ei, dann sollteman ja diese unbarmherzigen Priester mit Peitschenvon den Kanzeln treiben, daß sie sich erkühnen,nnnöthigerwcisc den Menschen solche Lasten auf'sGewissen zu walzen!" Diese Gedanken hingen sichan sein Herz und wollten ihn nicht wieder ver-lassen. IluS der Kirche begleiteten sie ihn nachHause, aus dem Hause zu seinen Geschäften undZerstreuungen. Wo er ging und stand, murmeltees ängstlich in seinem Herzen: "Ist cs Wahrheitoder Lüge?" und wie gern er dieser peinlichenFrage entlaufen wäre, sic fragte in seinem Innernununterbrochen fort, sic wurde von Tag zu Tagelauter, dringender, schärfer, sic drohte endlich, alleFreude seines Lebens ihm zu vergällen, und brachteihn zuletzt auf den Gedanken, geradcsweges zu demPrediger selber hinzugehen, und auf sein Gewissenihn zu fragen, ob er von der Wahrheit dessen über-zeugt scy, was er jüngst gepredigt habe. Er führtseinen Vorsatz aus, nud geht zu dem Prediger hin."Herr Pastor, redet er ihn an mit sichtbarer Er-griffenheit und andringcndcr Betonung, ich war un-ter Ihren Zuhörern, als Sic vor Kurzem von deineinigen Wege zur Seligkeit sprachen. Ich gesteheIhnen, Sie haben meine innere Ruhe gestört, undich kann nicht umhin, Sic feierlich hiemit vor Gottund auf Ihr Gewissen zu fragen, ob Sie Ihre Be-hauptungen vertreten können, oder Ihre Gemeine