Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
119
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derst sich selbst gegen seinen Propheten auf dasVollkommenste gerechtfertigt, hatte nicht minder seinIsrael von den schweren Anklagen Elia gereinigt,hatte die Näthsel, die sich im Leben des Letzter» ge-häuft, auf das Genügendste entwirrt, die Unbegreif-lichkeiten, die ihn stutzend gemacht, herrlich ent-schleiert und gelichtet, über die Besorgnisse, die ihnquälten, großartig ihn beruhigt, die Zweifel, denener Raum gegeben, mächtig zu Boden geschlagen,seine Irrungen ihm eben so freundlich als unwidcr-sprechlich zum Bcwnßtscyn gebracht, und in diesemAllen Seine eigene Ehre glänzend gerettet; denPropheten dagegen auf's Tiefste gedcmütbigt, undAlles, was in ihm war, zu dem Bekenntniß genö-thigt:Ja, Du Herr bist gerecht, ich aber mußmich schämen!" Und wenn auch Elias bald dar-auf jene Klage noch einmal wiederholte, so geschahes doch jetzt in einer Stimmung, die von derjeni-gen, mit welcher er sic zum ersten Male anssprach,himmelweit verschieden war. Jetzt ging sie hervoraus einem zerbrochenen, gebeugten und gestilltenHerzen. Der düstere Verdruß, die nnmuthigeLaune, das innere Hadern und Murren, daswar Alles verschwunden. Tie schneidenden Mißtöneseines nmnachtctcn Gcmüths hatten sich aufgelöst,und die Harmonie war in seiner Seele wieder her-gestellt.

So glaube ich denn nun, meine Freunde, euchhiemit den geheimnißvollen Vorgang auf Horeb, wc-