derst sich selbst gegen seinen Propheten auf dasVollkommenste gerechtfertigt, hatte nicht minder seinIsrael von den schweren Anklagen Elia gereinigt,hatte die Näthsel, die sich im Leben des Letzter» ge-häuft, auf das Genügendste entwirrt, die Unbegreif-lichkeiten, die ihn stutzend gemacht, herrlich ent-schleiert und gelichtet, über die Besorgnisse, die ihnquälten, großartig ihn beruhigt, die Zweifel, denener Raum gegeben, mächtig zu Boden geschlagen,seine Irrungen ihm eben so freundlich als unwidcr-sprechlich zum Bcwnßtscyn gebracht, und in diesemAllen Seine eigene Ehre glänzend gerettet; — denPropheten dagegen auf's Tiefste gedcmütbigt, undAlles, was in ihm war, zu dem Bekenntniß genö-thigt: „Ja, Du Herr bist gerecht, ich aber mußmich schämen!" — Und wenn auch Elias bald dar-auf jene Klage noch einmal wiederholte, so geschahes doch jetzt in einer Stimmung, die von derjeni-gen, mit welcher er sic zum ersten Male anssprach,himmelweit verschieden war. — Jetzt ging sie hervoraus einem zerbrochenen, gebeugten und gestilltenHerzen. — Der düstere Verdruß, die nnmuthigeLaune, das innere Hadern und Murren, — daswar Alles verschwunden. Tie schneidenden Mißtöneseines nmnachtctcn Gcmüths hatten sich aufgelöst,und die Harmonie war in seiner Seele wieder her-gestellt. —
So glaube ich denn nun, meine Freunde, euchhiemit den geheimnißvollen Vorgang auf Horeb, wc-