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Majestät Gottes, wo ihr brennender Glanz nichtdurch die Gnade gemildert werde, den Sünder wohlkönne in Angst und Schrecken setzen, aber nicht imStande sey, ihn wahrhaft zn beugen und zu bekeh-ren. Er sollte inne werden dadurch, daß das Hcr-vortretcn der unendlichen Heiligkeit, wo sie nicht imGeleite der Huld und Liebe sich zeige, wohl dieSeele könne bebend und flüchtig machen, aber kei-ncswcges vermöge, sie zu reumüthkgen Geständnissenzn bewegen, und in sehnsuchtsvoller Liebe sie demHerrn zuzuucigeu. — Und o, wie ward Elias desseniiiilc!-Unter der -/Stimme des zarten Flü-
stern-- sollte er dagegen an der eigenen Seele er-fahren, — und wie tief erfuhr es der Prophet! —daß, was eigentlich das Herz erweiche, schmelzeund bekehre, doch nur die Gnade sey und ihrGenuß; und daß die seligen Erfolge, die er thörich-tcr Weise von den Donnern des Gesetzes und dergöttlichen Strafgerichte erwartet hatte, nur durchdas Nahctrctcn der Freundlichkeit und LeutseligkeitJchovah's könnten herbcigeführt werden. Es solltesich ihm ferner in dem bedeutungsvollen Hergangeauf Horeb die liebliche Aussicht eröffnen, daß derHerr, der sein Werk in Israel noch nicht vollendethabe, nach dem Erdbeben, Sturm und Feuer zuseiner Zeit auch mit der Stimme des zarten Flü-sterns kommen werde, welcher dann die Herzennicht mehr würden widerstehen können, und dieStarken sich mit Freuden beugen würden; — und