Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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dem Herrn ging cs her, aber der Herr warnicht im Erdbeben."

Und wie auch das Erdbeben vorüber ist, wehe!was will sich da begeben!-Unerhörtes Schau-

spiel! Wie zuvor die Winde, so stürzen jetzt vonallen Selten zuckende Flammen herzu, mit entsetzli-chem Gezische, und schnell, wie man eine Hand um-dreht, ist die tiefste Mitternacht zum hellsten, feuer-rothcn Tag erleuchtet. Tic ganze Luft, wie eineLohe, wie ein brausend Fenermeer, das seine schreck-lichen Wogen prasselnd über die höchsten Gcbürgedahin waiss, das ans allen Gründen nnd Gcklüftenwie aus unterirdischen Gluthöfcn heraus schlägt, undmit gieriger Zunge Alles, was cS berührt, hinwegfrißt, Laub, Holz nnd Steine, und das Wasser auf-leckt aus den Quellen. Ist cs doch nicht anders,als wäre der Tag des großen Brandes da, an wel-chem Himmel nnd Erde in den Tiegel sollen, damitihre zeitliche Schaalc schmelze und in Schaum zer-gehe, und der goldene Kern einer neuen Erde undeines neuen Himmels in ewiger Schöne leuchtendin die Erscheinung trete. Elias weiß nichtmehr, wie ihm geschieht, noch ob er wache oderträume. Tort steht er einsam zwischen tausendFlammen, die ihn umzuckcn. Nein, auch auf diesenFeuerflügcln schwebt Immanuel noch nicht zu ihmhernieder. Versunken zwar in ein anbetcndcs Er-staunen sieht er das schauerlich erhabene Schauspielan; aber von einem sel'gcn Jnnewerdcn versöhnter