Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
96
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sich mit nichts, als mit ihres Herzens Tod, Ver-derblich, Armuth, Unvermögen; und weil sie dabeimit ihrer Betrachtung stehen bleiben, bleibt ihrMund voll Klagens, ihr Auge düster, ihre Seeleverzagt und ihr lieben nächtlich und iammcrvoll.O gehet heraus! In eurem Herzen findet ihrdas Leben nicht, noch das Licht, noch den Frie-den. Heraus, heraus aus dieser finstern Klause,tretet auf den Berg, der vom Opferblutc dampft,sehet hinauf zu Dem, der für Gottlose am Holzeschwebt. Beschauet sein Herz, beschauet seineLiebe, beschauet sein Verdienst. Das macht denMenschen muthig, froh und stark. Das giebt ihmLeben. Ihr klagt, daß ihr so Manches noch beieuch nicht findet; keine Ecbeugtheit, klagt ihr, kei-nen rechten Haß der Sünde, keine Liebe, keineThränen, keinen Glauben. Nun, cs mag scpn. Aber meint ihr, durch ein brütendes Be erachtendieser eurer Armuth würde eurem Mangel abgchol-fen? Mit Nichten. Heraus aus eurer Höhleauf den Berg! Denn unterm Kreuz allein, und nuram Stuhl der Gnade werden diese Sachen gefun-den. -In einer Höhle befinden sich die ange-

fochtenen Seelen, die von Zweifeln gequälten, dievon Tcufelsgcdanken bestürmten, die zu Gräuelngereizten. Wer nun in die schauerliche Betrach-tung dieser schrecklichen Dinge sich vertiefen, beidem Sündlichen in diesen Anfechtungen stehen blei-ben, und seine ganze Aufmerksamkeit nur auf die