Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
94
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Indessen, wie viel Schönes auch diese KlageEliä enthalten mag, einen ganz reinen Ton hat siedarum doch nicht. Wie viel heiliger Schmerz überden geschändeten Gottcsnamcn sich darin auch aus,spricht, und welchen Eifer um die Verherrlichungdes Herrn sie alhmcn mag, cs klingen doch auchdie Mißlaute eines menschlichen Unmuthes und Ver-drusses hindurch, und sie verrät!) eine innere Ge-reiztheit, die wenigstens in dem göttlichen Tbcileunseres Propheten nicht ihre Wurzel batte. Mo-ses, da er sich mit seiner eigenen Seligkeit für dasabgöttische Volk in den Niß warf, und vom Herrnbegehrte, daß er auch ihn ans dem Buche tilgenmögte, wo er dem Volke nicht vergeben wollte; undPaulus, da er, ich mögte sagen, in göttlicher Ue-bcrcilnng, den Wunsch anssprach, ein Anathema znwerden für seine Brüder, Beide erscheinen uns indiesen Momenten ihres Gebens auf jeden Fall grös-ser, und in einem herrlicher» dichte, als hier unserthenrcr Elias, der sein Volk, nicht ohne eine Auf-wallung von Verdruß und Heftigkeit, vor Gott ver-klagt, und auf eine versteckte Weise sogar als Ver-kläger gegen den Herrn selber auftritt. Denn daßer zuerst dem Herrn rühmt, wie er um Ihn ge-eifert, und dann das Vergebliche dieses Eifcrns, unddie unverhofften, traurigen Folgen seiner Wirksam-keit ihm vorlcgt, das hieß doch im Grunde nichtsanders, und sollte auch wohl nichts anders heißennach dem Sinn seines Herzens, als: »Herr, war-