Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
93
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schon ist, um uns ein Anlaß zu seyn, mit Gott zuringen, daß Er sich wappnen und auszichen wollefür Seine Ehre? Ach, daß der Herr doch Salzin unsere Fäulniß gäbe, und unsere Schlaffheit mitFeuer würzte! Ich glaube, wir machen zu vieleWorte, und leben nach Außenhin zu viel, und nichtgenug nach Innen und cingckehrt. Ter göttlicheBrennstoff kann sich in uns nicht sammeln, unddarum kommen uns nur selten oder nimmer Augen-blicke, da wir mit Jeremias sagen könnten: »DasHerz kochet mir in meinem Leibe!" oder:"Es ward in meinem Herzen, wie ein bren-nendes Feuer in meinen Gebeinen verschlos-sen, daß ich cs nicht inue halten konnte, undwäre schier vergangen." Elias spricht wei-ter: "Ich bin allein übrig gebliebc n." TerEinzige, will er sagen, auf dem Kampfplatz: denndas einzige Kind Gottes in Israel war er nicht;nur waren die andern geflohen, oder in den Felsenverborgen. "Und sic stehen darnach, daß siemir mein Leben nehmen." Er hat cs also keinenHehl, daß er, um seine Person zu retten alsoum seines Lebens willen Samarien verlassen,und den Weg in diese Wüste Angeschlagen habe. Erbemäntelt nichts, sondern erzählt mit aller Lauter-keit und Offenheit den geschichtlichen Hergang. Sohakte er eine reine Sache mit seinem Gott, undden Aufrichtigen ist Gott hold Mld läßt es ihnenjederzeit gelingen.