die Nase rümpfen, die draußen wandeln, das kön-nen wir. Aber wo unter uuS kommt etwas zur Er-scheinung von der Inbrunst, womit die alten Hei-ligen Tag und Nacht den Himmel stürmten, daßGott sich wolle groß und herrlich machen vor denVölkern; wo etwas von dem Feuer, womit ein Mo-ses einst, aus Furcht, des Herrn Name mögte sonstder Lästerung preisgegeben werden, in die Wolkenschrie: "Nun vcrgieb dem Volke ibrc Sünden; wonicht, so tilg' auch mich aus deinem Buche, das dugeschrieben hast!" Ach, Gott erbarm' sich unsererMattheit, und nehme das Flegma von uns weg,und schaffe wieder Wogen und Strudel in demschleichenden Gewässer unseres Ebristenlcbens. —"Die Kinder Israels, fährt Elias fort, babendeinen Bund verlassen, und deine Altärezerbrochen, und deine Propheten mit demSchwert erwürget." Nun, wenn das ein Grundund Anlaß ist, warm zu werden für des HerrnEhre, warum bleiben wir denn so lau und lass?Warum glühen, brennen, lodern wir denn nicht?— Flattern sie noch nicht breit und frech genug innnserm Thale, die Fahnen des Aufruhrs widerGott? und sind der Lästerer und Verächter, die denBund verlassen haben, noch zu wenige in unsererMitte? — Muß der Name Gottes noch öffentlichergeschändet werden, als es mit Wort und That schonunter uns geschieht? und muß das Maas der Gott-losigkeiten erst noch voller werden, als es leider
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