Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
90
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klingt sie, wenn sic den Sünder ans seinem Todes-Wege cmdonnert, die Frage, und er zum ersten Malmit Schaudern iune wird, ihm babe Gott gerufen.

Wie herzzcrschmelzcud, wenn sie in der mildern Be-tonung wcbinüthiger Liebe dem verlornen Sohne anden Träbcrtrögen iu's Gcmürhe tönt, dem thcucrErkauften, der treulos seinen treuesten Freundverlassen konnte. Wie beunruhigend und schreckhaftist ihr Eindruck, wenn sic uns wohl einmal mittenin den Kreisen der Kinder Gottes überrascht, dieseFrage: "WaS machst du hier?" gleichsam, als ge-hörten wir in diese Kreise nicht, und welche Rochkann sic da über die Seele führen, zu welcher Prü-fung unsrer selbst uns Anlaß geben; und wie kannsic uns zu Boden schmettern, wenn sic in einer gott-vergessenen Stunde, auf einem Pfade, der nichttaugt, urplötzlich, wie ein Blitz aus klarem Him-mel, in unser Inneres fallt, und dessen Gegen-wart uns auzeigt, vor welchem alle Winkel offenliegen. So bedient sich der Herr dieser Frage baldals eines Trompetenstoßes, um die Schlafenden da-mit zu wecken, die Sicheren zum Kampf zu rufen;bald als eines Schlcudersteins, um die verlaufenen 'Schafe aus der Irre zur Heerde wieder zurück zutreiben. Bald muß sie ihm sepn ein Netz, womit er >die Erwählten hcrauöfischt aus dem Süuderhaufen;bald ein Strick und eine Kette, womit er sie anseine Joche fesselt und ihre Füße bindet, daß sievom geraden Wege nicht mehr weichen können.