Wie aber, — diese letztere Bedeutung festgehal-tcn, — kann man doch von einem Worte sagen,nicht allein, daß es zu uns komme, — denn cskommt allerdings zu uns, und ist wie ein Schiff-lcin, das, mit den Gedanken eines Andern beladen,auf den Wellen der Luft za uns herübersegelt; —sondern auch, daß es spreche? — Ein Wort sprichtdoch nicht, sondern wird gesprochen. Freilich, aberin einem gewissen Sinne kann auch von einem ge-sprochenen Worte gesagt werden, sowohl, daß esstumm scy und schweige, als daß es spreche undrede. Wie das gemeint scy? — Die Gläubi-gen wissen cs alle. Manche unter uns haben nochnie ein Wort Gottes sprechen hören, wissen alsoauch nicht, was das sey, und schwerlich mögte csuns gelingen, cs ihnen deutlich zu machen. Wennsie in der Bibel lesen, oder in der Kirche sitzen, hö-ren sie nur gesprochene Worte, aber nickt sprechende.— Da spricht z. E. der Herr: '/Ich will denans meinem Buche tilgen, der an mir sün-digt!" Das ist für viele ein stummes Wort. Wennnun aber, ehe du dich's versiehst, dies Wort sichfesthakt an deine Seele, und beginnt lebendig aufdich einzndringen, und du fängst an, in Unruhe zugeratheil bei dem Wörtlcin "sündigt" — in Schock-ten bei dem Donncrwortc: "ans dem Buche til-gen" — dann ist jener Ausspruch schon kein stum-mer Gast mehr bei dir, sondern hat angefangcn zulispeln und zu murmeln. Wenn nun das Murmeln
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