Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
83
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auch wir unS zu ähnlichen Fehlschlüssen verleitenlassen, wie einst Elias, und selbst erwählte Wegesofort für heilige, im Namen Gottes cingeschlagcneWege halten, wenn der Herr so gütig ist, uns aufdenselben anzudentcn, daß Er mit seiner Gnadedoch noch bei uns halte. Gleich sind wir wiederoben d'ranf, haben, unserer Meinung nach, nunAlles gut und brav gemacht, brauchen uns nichtsmehr vvrznwerfen, und erwarten Wunderdinge vonSegnungen und von Seligkeiten. Finden wir nunaber an unserm Horeb statt der gehofften Lauber«Hütten und Friedcnsschlosser nur Torngestrüpp undSteine, so liegen wir danieder, werden irre an un»ferm Gott, leiden Noth am Glauben, und sindgar unverschämt genug zu denken, cs gescheheuns Unrecht, bis denn der liebe Gott uns indie Höhle der Einkehr und der Sclbstbeschauungtreibt, und wir dahinter kommen, wie eigentlich dieSachen stehen. Da wird man denn wieder kleinlaut,wie sich's gebührt, lernt herzlich froh seyn, daß nurnoch so viel Segen uns Unwcrthe begleite, als wirk»lieh da ist, stimmt die verwegenen Ansprüche tieferherunter, und wird in der thcnerwerthcn Knust ge»übt, an der Verzeihung und Gnade allein genugzu haben.

2 .

Elias liegt in der Höhle, und hat auf's NeueGelegenheit, sich zu überzeugen, daß GotteS Wege