Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
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cntgegenführen werde, so durfte Elias allerdingsdaraus den freudenreichen Schluß ziehen, daß seinGott noch nach wie vor ihm gnädig sey. Aber andieser Gnade hatte er sich nun im Gefühle seinerUnwürdigkeit müssen genügen lassen, und in derherzerquickenden Beschauung dieses Kleinods, dessener sich doch weder durch seine Ungeduld, noch durchseinen Kleinglauben würdig gemacht, wäre cs ihmeben so wenig eingefallen, sich große Tinge zu be-gehren, als es darin ihm schwer geworden wäre,neuen Widrigkeiten mit stiller Beugung sich zu un-terwerfen. Elias aber ging mit den Schlüssen, dieer ans der freundlichen Heimsuchung in der Wüsteund aus der Engclsbotschaft zog, weiter, als dasGefühl seiner Unwürdigkeit cs ihm hätte erlaubensollen. Er folgerte daraus, sein ganzes Weggehenvon Jcsrcel sey heilig, gut und recht gewesen, undim Namen des Herrn geschehen. Er habe darübernichts sich vorznwcrfen. Ter Herr habe cs nichtverziehen, sondern gebilligt, ja veranlaßt und ge-boten, und deswegen dürfe er sich am Ziel dieserGottcs-Rontc goldene Berge versprechen. Hierwar also ein Fehler im Calcnl, und zwar einer,der ihm thcncr zu sichen kam. Tenn wie er nunam Horeb anlangt, und findet nicht sofort, was ersich verheißen, da ist der Jammer da. Sein Herzklagt über getäuschte Aussichten, und sein Glaubean die Treue Gottes beginnt zu wanken.

Es geschieht nicht selten, meine Freunde, daß