Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
75
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Nächte in der Wüste umher, höchst gespannt aufden Ausgang dieses großen Weges, und auf dasZiel, bei welchem diese einsame Wanderung endenwerde.

Und wie sich die 40 Tage zu Ende neigen, dasichet er aus bläulicher Ferne einen Berg herüber-dämmern, der sich ihm durch seine Höhe sowohl,als durch seine blendendwciße, wcithinschimmcrndeGranitkuppcl bald näher kenntlich macht. Eswar der Berg Sinai. Bon kühnen Felshörncrnumstarrt, ragte er wie ein ungeheurer, hundcrt-thürmigcr Tempel in die Wolken empor. An ihnlehnte sich, gleich einer Vorhalle, ein anderer Berg,niedriger zwar als jener, aber eben so kühn geformt,eben so wild und fclsigt. Der Horeb war cs. Wieuuserm Propheten beim Anblick dieser heiligen undewig denkwürdigen Höhe» mag zu Muthe gewor-den sepn, das läßt sich denken. Welche angenehmeTräume, welche süße Hoffnungen mögen da ihregoldenen Flüglcin um seine Seele geschlagen haben.Er giebt sich ganz dem freudigen Gedanken hin,,daß der Horeb, dieser Berg Gottes, das End- Zielwie seiner Wanderschaft, so aller seiner Mühselig-keiten sepn werde. An diesem alten Offenbarnngs-platze der göttlichen Leutseligkeit und Treue hoffter den reichsten Ersatz für seine Bedrängnisse, unddie befriedigendsten und seligsten Aufschlüsse überalle Näthsel seiner Führung zu finden; hier, denkter, werde auch ihm sein Gott in der ganzen

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