Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
45
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aus den Wolken regnet, von Wasserströmen, dieaus harten Felsen quillen, hätte Gott ihn erhört,da er mit Angst und Zittern flehte: '/Führe michnicht in die Wüste!" Wie mancher Bruder würdesich heute nicht freuen können, daß der GrundsteinChristus so tief und fest in seinem Herzen gelegtsey, wenn zu der Stunde die Wolke der Anfechtungvon seinem Haupt, der Pfahl aus seinem Fleisch,der Satauseugcl von seiner Seite weggenommcnwäre, da er mit vielem Geschrei und Thränendarum auhielt. Darum getrost! Glaubt's,meine Freunde, das ^"Nci'u!" womit der Herrzuweilen unsere Bitten abwieß, cs wird uns einstzu brünstigern Lobgesäugcn reizen, als das "Ja!"womit Er sie ein ander Mal gnädig krönte.Lastt's euch nicht zu lange werden unter euremWachholder. "Mach' Ende, ruft ihr, es ist ge«nug, ach Herr, mach' Ende!" Nein, liebenSeelen. Erst noch nach Horeb, erst noch in'SFricdenssauscn. Erst folgt ein Morgen noch derNacht, dem Kampf ein Sieg, dem Seufzen einFrohlocken. Erst dies und jenes noch, das uns denAusruf abzwingt: "Du, Herr, Du bist gerecht, ichmuß mich schämen." Dann erst das Ende, dann

sinkt der Pilgerstab dahin-und das ersehnte

"Null" ist da, von dem wir singen: "Nun brauchstDu in Deinen Händen Mich nicht mehr zu drch'nund wenden! Ach der Thon hat Nuh', Töpfer, undauch Tu!"