Gott den Herrn selber gleich sieht; aber man füblt'snicht minder, in demselben Momente, daß Thräneninniger Zerknirschung sie schon in seinem Herzen wie»der zu ersticken drohen, und daß das klagende Ge»müth in demselben Augenblick, da die Klage ihmentfährt, auch schon das Snndliche derselben suhlt,und nun darüber in tiefen Schmerz versinket. —Unverkennbar spiegelt sich freilich in dem: „Es istgenug!" die Zerrissenheit einer Seele, die, in ibrenschönsten Erwartungen betrogen, nun an Gott undder Welt verzagt, ungeduldig und des Kreuzes müde,wie Jonas einst, mit dem Allmächtigen sckmollt undzürnt, und durch das Begehren des Todes Ihmgleichsam zu verstehen geben will, so weit habe ercs nun mit ihr gebracht, daß ihr nichts mehr übrigscy, als nur der traurige Wunsch, vor seiner Härtein's Grab entfliehen zu können; — aber nichtsdcsto,weniger ging im Herzen Eliä doch auch dieser fleisch-lichen Gereiztheit wieder eine göttliche, glaubcnsvollcSehnsucht zur Seite, die dürstend nach dem HerzenGottes die Flügel aufwärts schlug zum ewigen dichte;nichtsdestoweniger lag jener betrübten Klage der liebe,kindliche Gedanke zum Grunde, damit werde er un-fehlbar das Herz seines Gottes rühren und in seinerTiefe bewegen: das werde der mütterliche Herr nicktanböreu können, ohne sich gedrungen zu fühlen, so-fort aus seinem Dunkel wieder hcrvorzutrcten unddie bekümmerte Seele seines bartgcschlagenen Knech-tes wieder freundlich aufzurichtcn. — So sehen wir
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