Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen
 

27

gab, denn Bcr-Seba hcißt der Eidesbrunnen. ^n'crschlug der Vater aller Gläubigen für eine Zci'tlaugseine Hütten auf und pflanzte Bäume daselbst, wiedie Geschichte meldet, und predigte dort von demNamen des Herrn, des ewigen GottcS. Aber fürnllsern Propheten war kein Schatten unter diesenBäumen, kein Labsal in jenen Wasserbrunucn, unddie Predigt vom Namen des ewigen Gottes warleider verstummt! das wäre sonst wohl eine Predigtfür sein Herz gewesen. In Ber-Scba kannElias nicht bleiben. Das Menschengewühl war ihmzuwider, das Geräusch der Stadt unerträglich.Selbst die Gesellschaft seines Knaben, des treuenGefährten, war ihm nur lästig. Was sollte erihm? Konnte er ihm doch das Dunkel, dasseine Seele »mnachtcte, nicht lichten, noch die ban-gen Fragen ihm beantworten, die ihn beunruhigten.Er suchte ihn in der Stadt unterzubringen, und zogdann einsam weiter iu die menschenleere, schwei-gende Wüste hinein, tief hinein, eine ganze Tag,reise, bis die Sonne gesunken war. Da warf ersich hin in's Haidckraut unter einen Wachholdcr-straneh, und versank ganz in's Meer seiner düsternGedanken.

3.

Ein tiefes Dunkel umnachtct des Propheten Seele.Man mcrkt's an Allem. Dieses verschlossene Wesen,dieser Drang zur Einsamkeit, dieser planlose Hinaus-