gang in die melancholische Wildnis, cs deutet Allesauf eine mntblose, iiicdcrgcschlagcne Stimmung. —Irre an scincm Beruf, ja selbst an Gott und sei-nem Walten irre, liegt cr mit seiner Seele zwischenden tausend Zweifeln und beängstigenden Gedanken,die ihn bestürmen, wie ein Schwimmer in einembrandenden Meere, das weder Grund noch Uferbat, und in dem Momente, da wir ihn tief auf-seufzcnd, in bitterer, schwcrmnthsvollcr Resignationunter den Wachholdcrstrauch dahinsinkeii sehen, istwirklich nur ein Schritt noch zwischen ihm und demAbgrund des äußersten Vcrzageus.
Ta sitzt er nun, das angegriffene, müde Hauptauf die Hand gestützt, mitten in der schauerliebenEinsamkeit, wie ein Verbannter, wie Einer, der vonGott und der Welt verstoßen wäre. Ta sitzt cr, undstarret vor sich hin, und sichet düstre Gesichte, undträumet schwere Träume. Er ist in Israel mit sei-nem Geiste. O der traurigen Bilder, die an ihmvorübcrschwcbcn, der grauenvollen Seeuen, die herz-zerreißend im Zauberspiegcl seiner Phantasie sich ma-len. Auf Carmel taumelt man in wilden Tänzen nmdie golducn Kälber; in Samaria steigt ein Götzen-tempel neben dein ander» empor; die Straßen. JesreclsHallen wieder von Lästerungen gegen den lebendigenGott und seine Knechte, und Jcsabel ist trunken vondem Blute der wenigen Gläubigen, die als Opferihrer Rache fielen. Ter Altar, über welchem derHerr mit Feuer zeugte, stehet einsam und trauert.