Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
26
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Ai

Wenn nun aber liebe Gottcskinder so dahiugchen,wo sic hin wollen, im Dunkeln, ungewiß undzweifelnd, ob cs so dem Herrn auch recht sep, sogeht ihnen der treue Gott doch nach, wie vor, zurSeite, ob er sich gleich oft lange verborgen hält.Er kann von ihnen ja nicht lassen und fuhrt sic,in geheimer Leitung, dennoch immer einem gutenZiele entgegen. So erfuhr cs auch Elias. DerHerr war mit ihm auf dem Wege, wie wenig auchder Prophet davon gewahr wurde. Aber geduldeteuch nur. Ehe wir cs denken, werden die Wolkenschwinden, und es wird sich zeigen, daß, genau be-sehen, unser EliaS doch nicht ging, wohin er wollte,sondern, obne cs zu wissen, nach wie vor, einer ge-heimen Reiseroute seines Gottes folgte.

Schon manche Tagereise hatte Elias znrnckge-legt, einen großen Thcil Samaricnö und das ganzeLand Judäa schon durchpilgcrt, da kommt er end-lich nach Bcr-Scba, freilich, wie von ungefährnur: denn zu Ber-Scba hatte er so wenig etwaszu thun, als an irgend einem andern Orte. Erwandcrte nur so in's Weite dahin, ohne Plan undfesten Zielpunkt; das Herz gepreßt, den Kopf schwervon Gedanken. Bcr-Seba, im Süden des heiligenLandes gelegen, war die befestigte Grenzstadt zwi-schen Canaan und Arabien. Hier war der bekannteWasserbrunucn, bei welchem Abraham und Abime-lech den Bund mit einander machten, welcher Um-stand denn auch nachmals der Stadt den Namen