stand, daß ihm die Königin selbst so ganz thörichtcrWeise ibrcn Mordanschlag vcrrathen mußte, einiger-maßen wenigstens zn dem Schlüsse zu berechtigen,daß ihn der Herr dadurch habe warnen und zurFlucht ermuntern wollen. Aber es war dies dochimmer nur ein unsicherer menschlicher Schluß, undkeine unzweideutige, göttliche Erklärung; ein brech-lich Nohr, kein haltbarer Stab, auf den er sichbatte lehnen dürfen.
Wenn der Herr cs wohl geschehen läßt, daßauch wir eine Weile so dahingchen, wie Elias, wowir hin wollen, und er hält sich stumm undschweigsam gegen uns, so ist auch das nur eineMaaßregel seiner weisen Liebe. Tie heilsame Frucht,die wir in solchen Wegen brechen sollen, ist einlebendiges Jnncwcrdcn, welch' eine köstliche Sachecs doch sey, ganz im Dienste seines Gottes zu ste-hen, allewege im Lichte seiner Berufungen cinherzu-gehcn, und, wie Israel, nach seinem Munde zu ru-hen und nach seinem Munde aufzubrechen und zuwandern. — Je mehr man aber diese selige Stel-lung durch Erfahrung des Gegcnthcils würdigenlernt, desto anschmiegsamer wird das Herz an sei-nen Gott sich lehnen, desto leichter wird ihm diesonst so schwere Bitte werden: »Tein Wille, Herr,geschehe; nur nie der meine!" und desto eifrigerwird cs bemüht seyn, allewege am ersten zu lau-schen nach der Stimme Gottes, und vor Allem sei-nen Nath und seine Meimmg zn erforschen. —