als dieses hätte imscrn Propheten nicht wohl treffenkönnen, nnd wenn auch durch diese Klippen seinGlaube ohne Schiffbrnch hindurch kouimt, dann liegtes ja sonnenhell am Tage, daß eine allmächtigeHuth diesen Mann umgeben muffe. Und wie wirdeuch denn, meine Lieben, beim Blick auf das be-trübte Vrcchspicl? Nicht wahr, eben heimlich auchnicht, und manche ängstliche Frage zuckt euch dabeidurch die beklommene Seele.
Freilich, höre ich fragen, wie verhält sich'sdoch auch? Ist denn Iehovah ein Gott, dem esFreude macht, Hoffnungen zu täuschen, die Erselbst dem Herzen cingcflößt? — O nicht doch,Freunde; die Hoffnungen, die Er rege machte, rea-lisirt er auch; nur daß wir nicht wollen seine Rath-gebcr scpn, sondern das Wie und Wann der Er-füllung gläubig 2hm auhcimstcllen. — 2st denn derHerr ein Gott, fragt ein Anderer, der seine Knechte,die Er berufen, vergeblich ihre Kräfte verzehren las-set? Nein, Freunde, ein solcher Gott ist er nicht;aber ein Gott, der cs gerne seinen Knechten zumBcwußtsepn führt, wie cs eben an ihrem Laufenund Nennen nicht liege, daß Sünder erweckt undSeelen erleuchtet werden, sondern lediglich an Sei-nem Erbarmen. Ist denn der Allmächtige ein Herr,der ein Werk beginnen kann, um cs mitten aufdem Wege zur Vollendung wieder liegen zu lassenund amzugcben? — Bei Leibe nicht! — Alle sein«Werke vollendet nnd krönt Er auch, aber wunder»
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