bisher poftulirt, aber nicht erwiesen worden. DieAnforderung, welche von Zeit zu Zeit an die Philofo-phen erging, zu erweisen, dafs die Vermin ft praktifchfey, war demnach fehr gerecht. — Ein folcher Be-weifs nun mufs für die theoretische Vernunft felbftbefriedigend geführt, und dieselbe darf nicht blofsdurch einen Macbtfpruch abgewiefen vverden. Diesift auf keine andere Art möglich, als fo , dafs gezeigtwerde, die Vernunft könne felbft nicht theoretischfeyn, wenn sie nicht praktisch fey ; es fey keine In-telligenz im Menfchen möglich , wenn nicht ein prak-tisches Vermögen in ihm fey; die Möglichkeit allerVorstellung gründe sich auf das leztere. Und dies iftdenn fo eben geschehen , indem dargethan worden, dafsohne ein Streben, überhaupt kein Objekt möglichfey.)
Noch aber haben wir eine Schwierigkeit zu lö-sen , die unsre ganze Theorie umzuftofsen droht. Nem-lieh die geforderte Beziehung der Tendenz der reinenThätigkeit auf die des nachmaligen Objekts, — diefeBeziehung geschehe nun unmittelbar , oder vermittelseines nach der Idee jener reinen Thätigkeit entworf-nen Ideals, — ift nicht möglich, wenn nicht schonauf irgend eine Weife die Thätigkeit des Objekts dembeziehenden Ich gegeben feyn soll. Lallen wir sieihm nun auf die gleiche Weife durch Beziehung der-selben auf eine Tendenz der reinen Thätigkeit des Ichgegeben feyn, fo dreht sich unfre Erklärung im Zir-kel, und wir erhalten schlechthin keinen erften Grundder Beziehung überhaupt. Ein folcher elfter Grund
mufs,