Druckschrift 
Die Bevölkerung des preussischen Staats : nach dem Ergebnisse der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten in staatswirtschaftlicher, gewerblicher und sittlicher Erziehung
Entstehung
Seite
207
Einzelbild herunterladen
 

207

sehe Quadratmeile durchschnittlich 246 Pferde. Die meisten Kreise entfernen sich nicht weit von die-ser Mittelzahl; ausnahmsweise hat jedoch der Kreis Prenzlau 415 Pferde auf der Quadratmeile. Diewenigsten Pferde haben die au Schlesien grenzenden Kreise, namentlich

Züllichau und Krossen auf der Quadratmeile nur.158

Guben und Sorau.160

Die Provinz Posen hat im Durchschnitte auch nur 250 Pferde auf der Quadratmeile: also sehrwenig mehr als Brandenburg. Am schwächsten ist der Pferdestand in dem nördlichen Theile derProvinz, besonders an der neumärkischen Gränze, wo sogar in den Kreisen Meseritz und Birnbaumnur 130 Pferde auf die Quadratmeile kommen. Dagegen haben die südlichen Kreise durchgängigmehr als 300 Pferde auf der Quadratmeile; die Kreise Krübcn und Krotoschin 330, und Adelnaunebst Schildberg 324.

Für die Provinz Schlesien giebt der allgemeine Durchschnitt sehr nahe ebenso viel Pferde aufdie Quadratmeile, als für die Provinz Brandenburg, nämlich 244; aber die Verhältnisse der einzelnenKreise sind hierin sehr verschieden. Derjenige Theil der Provinz, welcher längs der Gränze desRegierungs-Bezirks Frankfurt liegt, hat so wenig Pferde, dafs er zum Theil hierin den ödesten Ge-genden von Westpreufsen und Hinterpommern gleichkommt.

Namentlich haben Pferde auf der Quadratmeile die Kreise

Grünberg und Freistadt.167

Sagan und Sprottau.84

Rothenburg und Hoyerswerda .... 77

Görlitz und Buuzlau.114

Beträchtlich besser stellen sich schon die Kreise Glogau, Lüben, Steinau, Guhrau, Wolau, Mi-litsch und Wartenberg, welche sämmtlich über 200 Pferde auf der Quadratmeile haben. Der ansehn-lichste Pferdestand befindet sich jedoch in dem fruchtbaren Kerne der Provinz, welcher die Gegendzwischen den eben benannten Kreisen und dem hohen Gebirge enthält. Hier beträgt der Pferdestanddurchgängig über 300 auf die Quadratmeile; und er steigert sich sogar in den Kreisen Neumarkt,Breslau, Ohlau und Brieg bis auf 432. Die Gebirgskreise haben wieder weniger Pferde, am wenig-sten die Grafschaft Glatz, wo nur 147 Pferde auf die Quädratmeile kommen. In Oberschlesien hatder Kreis Plefs den geringsten Pferdestand, nämlich nur 121 auf der Quadratmeile. Etwas bessersind die Kreise längs der polnischen Gränze besetzt, wo zwischen 160 und 200 Pferde auf die Qua-dratmeile kommen. Noch besser stellt sich das Verhältnifs in den Kreisen längs der Oder und west-wärts derselben, wo besonders

Falkenberg, Grottkau, Neisse, Neustadt . 359Leobschütz, Ratibor und Kosel .... 456

Pferde auf der Quadratmeile haben.

Die Provinz Sachsen hat im Durchschnitte mehr Pferde auf der Quadratmeile als Brandenburgund Schlesien, nämlich 320. Der Pferdestand ist auch in den einzelnen Theilen der Provinz nichtsehr verschieden, merklich schwächer jedoch in den Kreisen ostwärts der Elbe, wo die Kreise Schwei-niz und Liebenwerda nur 249 Pferde auf der Quadratmeile haben. Der stärkste Pferdestand befindet