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Die Bevölkerung des preussischen Staats : nach dem Ergebnisse der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten in staatswirtschaftlicher, gewerblicher und sittlicher Erziehung
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höhten hierdurch die Zahl der neugeschlossenen Ehen in den Jahren 183|'über das gewöhnliche Maafs.ln den letzten drei Jahren scheint kein aufserordentliches Ereignifs mehr auf das Schliefsen neuerEhen bewirkt zu haben: doch erreichte ihre Zahl im Verhältnifs gegen die inzwischen angewachseneBevölkerung nicht wieder den Stand in den Jahren 182f; und es ist also hier jedenfalls die Beschul-digung ungegründet, dafs die Zahl der übereilt geschlossenen Ehen sich mehre.

In den östlichen Provinzen war die Anzahl der neugeschlossenen Ehen in den ersten neun Jah-ren des hier betrachteten Zeitraums überhaupt geringer, als in den sechs letzten. Die Verheerungender Cholera hatten nicht einmal einen so grofsen Einflufs auf die Verminderung der neuen Ehen,als die Stockung im Verkehre, welche der Mange! an Absatz des Getreides nach dem Jahre 1825erzeugte. Die Verwüstungen, w r elehe die grofsc. Sterblichkeit hier angerichtet hatte, gaben zwar durchdie Erledigung vieler Nahrungsstellen in diesem nur schwach bevölkerten Landestheile Veranlassung,dafs in den folgenden Jahren auffallend viel neue Ehen geschlossen wurden: allein die Zahl dersel-ben ist doch nicht hinreichend gewesen, das Verhältnifs der Anzahl der stehenden Ehen zu der Be-völkerung wieder auf den Stand zurück zu bringen, worin es sich zu Ende des Jahres 1822 befand;die Beschuldigung einer Zunahme leichtsinnig geschlossener Ehen erscheint demnach auch hier un-statthaft.

In den westlichen Provinzen ist in den sechs letzten Jahren verhältnifsmäfsig ebenfalls eine vielgröfsere Anzahl neuer Ehen geschlossen worden, als in den zunächst vorhergegangenen neun Jahren.Hier waren aber keine Verluste durch ungewöhnliche Sterblichkeit zu ersetzen; sondern die Zunahmeder Gewerbsamkeit, in Folge der Ereignisse seit 1830, scheint hier vorzüglich das Schliefsen neuerEhebündnisse begünstigt zu haben. Indessen ist dadurch die Zahl der stehenden Ehen noch immernicht ganz in demselben Verhältnisse vermehrt worden, worin gleichzeitig die Bevölkerung wuchs,und es ist daher auch hier noch keine Zunahme übereilt geschlossener Ehen nachzuweisen.

Das Verhältnifs der Anzahl der ehelich Neugcbornen gegen die Zahl der stehenden Ehen stelltsich nach den Erfahrungen in dem hier betrachteten fünfzehnjährigen Zeiträume durchgängig so, dafsauf 40 stehende Ehen sehr nahe nicht unter 8 und nicht über 11 jährlich Neugcborne kamen. Ins-besondere ergab sich für die drei Haupttheile des prcufsischen Staats in dieser Beziehung Folgendes.Auf hunderttausend stehende Ehen wurden jährlich im Durchschnitte geboren Kinder

während der dreijährigen Zeiträume i

in den östlichen Provinzen in den. mittleren Provinzen

in den westlichen Provinzen

182|

24729

2119S

22122

182§

22116

20801

21533

18If

22132

20048

21011

183!

23484

20807

21962

183|

27576

20690

22748

Die mindeste Fruchtbarkeit der

Ehen zeigte sich demnach

in den mittleren

Provinzen, -wo zugleich

der Unterschied derselben in den fünf dreijährigen Zeiträumen nur unbedeutend blieb. In den west-lichen Provinzen war die Fruchtbarkeit der Ehen etwas grüfser, auch der Unterschied derselben etwasbedeutender: indessen war der Abstand zwischen ihnen und den mittleren Provinzen in dieser Bezie-hung nicht sehr erheblich. In den östlichen Provinzen war die Fruchtbarkeit der Ehen in jedem ein-

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