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liehen Provinzen merklich geringer als iu «len östlichen und mittleren; aber sie erlitt in dem hier be-trachteten fünfzehnjährigen Zeiträume weit geringere Schwankungen: im günstigsten Falle lebten nahe32|, im ungünstigsten 31f Prozent der ganzen Bevölkerung daselbst in der Ehe. Auch war kein fort-schreitendes Sinken oder Steigen bemerkbar: die Zahl der Verehelichten schwankte innerhalb engerGränzen auf und ab; sie war am niedrigsten im Jahre 1831, obwohl in diesem die westlichen Pro-vinzen des prenfsischen Staats von der asiatischen Cholera ganz unberührt blieben, die auch in derFoEe daselbst nur wenig bemerkbar wurde. Es scheint hiernach, dafs die Zahl der stehenden Ehendort bereits in ein Verhältnifs gegen die Einwohnerzahl getreten sei, das nur noch geringer Abände-rungen, nach Maafsgabe der Schwankungen iu dem Ertrage der Gewerbsamkeit, fähig blieb.
Ganz anders steht das Verhältnifs der Ehen zu der Einwohnerzahl in den östlichen Provinzendes preufsischen Staats. Hier ist es in den letzten fünfzehn Jahren fortwährend im Sinken geblieben:zu Anfänge dieses Zeitraums waren 37, zu Ende desselben nur noch nahe 32|, also weniger 5| Pro-zent der Bevölkerung verheirathet. Den schnellsten Abfall zeigt allerdings das Jahr 1831, worin dieCholera heftig in diesem Landestheilc wiithete: allein auch iu den folgenden Jahren dauert die ver-hältnifsmäfsige Verminderung der Ehen fort.
Auch in den vier mittleren Provinzen des preufsischen Staats war das Verhältnifs der stehendenEhen zu der Einwohnerzahl während der letzten fünfzehn Jahre fortwährend im Sinken: aber der Un-terschied zwischen dem Anfänge und dem Ende dieses Zeitraums war bedeutend geringer; im crstcrcuwaren 36|, im letzteren 3-lf, also nur w eniger Prozent der Bevölkerung verheirathet. Auch in die-sen Provinzen war das Sinken am schnellsten im Jahre 1831, wo die Cholera zwar einte Gebendendieses Landestlieils ergriff, doch minder heftig als in den östlichen Provinzen darin wirkte. Alleindas Sinken des Verhältnisses der stehenden Ehen gegen die Einwohnerzahl hat auch in den folgen-den Jahren fortgedauert, obwohl in diesen grofse wirtschaftliche Verbesserungen für einen schnellenFortschritt in der Gewerbsamkeit zeugen.
Es ist sehr gewöhnlich, von dem Steigen und Fallen der Anzahl jährlich neugeschlosscner Ehenauf ein Steigen und Fallen der Anzahl der stehenden Ehen zu scldiefsen: dieses hängt jedoch beiweitem nicht allein davon, sondern auch von der Dauer der ehelichen Verbindungen ah. Kann einbeträchtlicher Theil der Bevölkerung erst spät, beispielsweise das männliche Geschlecht erst nach dem32sten, das weibliche erst nach dem 25steil Lebensjahre heiraten; so verkürzt sich hierdurch dieDauer der stehenden Ehen wenigstens um acht Jahre gegen ein Land, worin die meisten Männerbald nach dem 21 sten, die meisten Jungfrauen bald nach dem 17teil Jahre Gelegenheit sich zu ver-heiraten finden: es wird alsdann, unter übrigens gleichen Umständen, jährlich eine viel grüfsere Zahlneuer Ehen geschlossen werden müssen, um die vorhandene Anzahl stehender Ehen fortdauernd zuerhalten. Der Wohlstand und die Sittlichkeit, welche bei gleichen klimatischen und gewerblichenVerhältnissen am meisten dazu beitragen, die mittlere Lebensdauer überhaupt zu verlängern, bewir-ken eben dadurch auch eine längere Dauer der Ehen, und es kann hiernach in Ländern, wo diegrofse Masse der Bevölkerung gleich früh, oder gleich spät heiratet, nach dem verschiedenen Zu-stande des Erwerbes und der Sittlichkeit eine sehr verschiedene Zahl jährlich neugeschlossener Ehenerfordert werden, um den Abgang an der gleichen Anzahl stehender Ehen zu ersetzen. Ueberhaupt
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