Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
218
Einzelbild herunterladen
 

218

I -I

Schncn. Ist aber die Welt das höchste Gut,ist sie es, die dich glücklich und selig machen,die dich erlösen und trösten kann: je nun, solebe der Welt, und verliere deine Zeitnicht mit Singen und Beten, mit Kirchcn-chcngehcn und Bibellesen, und andcrm gottcs-dicnstlichcm Getreide. Werde dir deiner Sachedoch gewiß, und sey was Ganzes in deinemLeben und Streben. Wehe euch, die ihr hinketzwischen der Zeit und der Ewigkeit. In dieHölle werdet ihr euch zuletzt hinunter hin-ken, das bleibt nicht aus. Entscheidet euchdoch. Ist des Menschen Leben in der Zeit be-schlossen, und jenseits nichts mehr zu erwarten,ci nun, so scy denn euere Losung: »Lassetuns essen und trinken und lustig seyn: dennmorgen sind wir todt;« dann genießet euereTage, dann lasset cuern Begierden freien Lauf,und scyd doch keine Narren, mit den sogenann-ten Vorbereitungen auf die Ewigkeit dieZeit zu verlieren. Ist aber hier euere bleibendeStätte nicht, gicbt es eine zukünftige Stadt,gicbt es eine Ewigkeit ohne Ziel und Ende,was soll dann der Aufenthalt unterwcges,was das Hüttenbancn mitten auf der Pilger-straßc? dann scyd ganz Wanderer, ganzReisenden, werft ab, was euch das Gehen