Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
130
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ben. Als dies das Mägdlein horte, da gingsie ins Nebenzimmer, kniccte nieder und sprach:»Lieber Herr Jesus, mach mir meine Mutterwieder gesund!« Und als sie das gebetet, dasprach sie, gleichsam im Namen Gottes, mit sotiefer Stimme, als sie nur konnte: »Ja, meinliebes Kind, das will ich gerne thucn !« Das wardes MägdlcinsAmen. Fröhlich stand sie auf, liefzum Bett der Mutter und sprach: »Mutter, duwirst gesund.« Und sie gcnaß und ist gesundbis diesen Tag. Also darf ich auch in äußer-lichen Angelegenheiten unbedingt und ohne denZusatz »nicht mein, sondern dein Wille geschehe«beten und Erhöruug hoffen? Nein, du darfstdas nicht, weil du noch fragen und zweifelnkannst. Co du aber vom Geist gedrungenwirst, also zu beten, ohne Zweifel, ohne Scru-pel, nach Kindcrwcisc, in Herzcnseinfalt, fu-ßend auf den rechten Grund, und im gutenGlauben, so bete nur. Es darf dich Niemandmeistern, Gott Horts so gerne.

»Herr mein Gott, Herr mein Gott!« riefElias droben in der Kammer, laß die Seeledieses Kindes wieder zu ihm kommen. Ja, ja,rief der Herr, ja, Amen, es scy so. Und dieSeele des Kindes kam ans der unsichtbarenWelt zurück; das Kind Hub an zu athme»