Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
128
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sich auf das tobte Kind, maß sich darüberdreimal, streckte sich über dasselbe aus, als ober hatte sagen wollen: »Ich lasse und lasse dasKindlein nicht; ich und der Knabe bleiben zu-sammen, entweder so, daß du ihn lebendigmachst, oder daß du mich auch tobtest. Dennes hängt zu viel daran: deine Ehre und derMutter Heil, welche die Verzweiflung verschlin-gen würde.« Und indem er sich also ein umdas andere Mal über das Kind her warf, riefer, mit einer Inbrunst, die Himmel und Erdehatte bewegen mögen: »Herr mein Gott, laßdie Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen«ganz bestimmt, ganz unbedingt, ohne ein »nichtmein, sondern dein Wille geschehe« hinzu zufügen, »laß die Seele dieses Kindes wieder zuihm kommen.« Und der Herr, nun, was erfolgtedenn auf solch ein keckes Gebet? und der Herrerhörte die Stimme Elia, und that, was erbegehrte.

Nicht wahr, das stößt uns unsere Theorienund Lehrsätze vom crhörlichen Gebet rein über-den Haufen? Hier haben wir ein unbedingtesGebet, ein Gebet um etwas Zeitliches, ein Ge-bet um ein Wunder, ein Gebet ohne Einschrän-kung , ohne den Zusatz: »nicht mein, sonderndein Wille geschehe,« und der Herr erhört es.