Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
126
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Propheten, dieses feste »Gicb mir her deinenSohn« mußte ans die arme Mutter einen wnn-dcrbarcn Eindruck machen. Ein Heller Hoff-nungsstrahl mußte dabei durch die Nacht ihrerSeele blitzen. Aber Elia, wirst du auch dieHoffnungen erfüllen können, die du rege machst?Elias ist sich seiner Sache in seinem Gcmüthegewiß. Er nimmt die Leiche von der MutterSchooß, eilt damit getrosten Muthcs zur Treppehinauf in die Kammer, die er bewohnte, legtsie in sein Bette, schließt die Thür ab, beugtseine Kniee, und gicbt sich ans Beten und ansUnterhandeln mit den Herrn.

Und nun hört, hört. Welch ein Gebet,mit dem er vor dem Herrn erscheint. Ein Ge-bet, das wahrlich von uns nicht ungemcistertbleiben, das der Critik, dem Tadel und derVerurtheilung unserer Weisheit sicherlich nichtentgehen würde, wenn wir es aus dem Mundeeines Andern, als des Propheten Elias vernah-men. »Herr, mein Gott, ruft er, hast du auchder Wittwc, bei der ich zu Gast bin, so übelgethan, daß du ihren Sohn tödtest?« Wie,Elias, von Ucbelthun redest du vor dem leben-digen Gott, und mit solcher Frage, ja Be-schwerde wagst du vor seinen Thron zu kom-men? Ja, Elias wagt es. In seinem Gemüth