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1 (1828)
Entstehung
Seite
125
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hcit der Empfindung, welche Sclbstvernichtigungund welche Demuth. Gottes Absicht ist erreicht,der Sieg errungen-

3.

Seht, da fitzt nun die arme Mutter. OSchauspiel voll Jammer und Elend. Das ar-me, arme Weib. Da sitzt sie, und hat ihrtodtes Söhnlein im Arm, als ob sie an ihremHerzen die erstarrten Glieder wieder erwärmenwollte, und weint blutige Thranen und ringtdie Hände, und weinet bald über des Söhn-lcins Tod, und bald über die Menge ihrer blut-rotsten Sünden, und weiß nicht, welche Wundeam schrecklichsten brennt in ihrem Herzen. Ent-setzlicher Zustand. Und der Prophet sitzt ihrgegenüber. Dem mag auch daS Kinn gebebthaben, und das Auge nicht trocken gebliebenscpn vor herzigem Mitleid und Erbarmen.Aber er ahnte wohl, worauf es mit dieserHeimsuchung abgesehen scy, und kaum hatte erwahrgenommen, daß Gottes barmherzige Absichterreicht sey, da säumte er auch nicht, Anstalt zumachen, daß dem Sturm gedräuct würde. Erstand auf und ging mit festem Schritt, und mit ei-nem ruhigen Angesicht, das Gutes prophezeite,auf die Mutter zu und sprach zu ihr: »Gicbmir her deinen Sohn.« Diese Bestimmtheit des