Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
124
Einzelbild herunterladen
 

ihres Herzens und Gefühls sehr bedeutsam underfreulich. Warum bist du zu mir kommen, willsie sagen. Das Hab' ich nun von dir, daß derliebe Gott au meine Sünden gedacht hat. Denndu bist ein so frommer Mann, und ich undmein Haus warens nicht wcrth, dich zu beher-bergen. Da mußte der liebe Gott uns strafen,daß wir so frech waren, und so vertraulich mitdir thaten, als ob wir deines Gleichen wären. JaElias, du hast mir das ins Haus gebracht. Der liebeGott würde mich armes Weib gar so genau nicht an-gesehen haben, mich unbedeutenden Wurm, wenner mich nicht in deiner Gesellschaftgefundcn, wennnicht dein Wohnen bei mir ihn auf mich auf-merksam gemacht hätte. Ach, was mußtest duzu mir kommen; dir gegenüber hat der liebeGott meine Schlechtigkeit erst recht erkannt,und er wäre mir armen Sünderin gar nicht sonahe gekommen, hättest du ihn nicht mitgebrachtin meine Hütte, denn du hast ihn immer beidir. Der Art etwas wollte sie sagen. Achwas für thörichte Gedanken, und doch, dieEngel Gottes mögen darüber in Einem Athemvor Freude geweint und vor Freude gelachthaben. O heilige Einfalt. Es ist gar zu schönund rührend. Freilich, Thorhcit in den Ge-danken, aber in dieser Thorheit, welche Wahr-