Verdunklungen und Kämpfe sich hineinzuarbei-ten, gleich als ob das nothwcndig dazu gehör-te, um ein Christ zu scyn und einen versöhntenGott zu haben; das wäre ein alberner Gedanke,aus dem selbstgerechten Dünkel der alten Naturgeboren. Bleibe zu Zarpath, liebe Seele, solange es Gott gefällt. Freue dich, weil derBräutigam bei dir ist; wenn er einmal von dirgenommen wird, so kommt die Fastenzeit vonselbst. Mache es wie Sulamith im Hohenlieds.Wenn der Herr ihr klagte, dann weinte sie;aber wenn ihr gepfiffen ward, so tanzte sie.Und wenn der Herr sie in den Weinkeller führte,so ging sie mit, und that nicht bedenklich, nochging sie darauf aus, sich künstliche Thränen zuerpressen, sondern sang fröhlich: »Ich sitzeunterm Schatten deß, dcß ich begehre, und seineFrucht ist meinem Gaubcn süße. Er führet michin den Weinkeller, und die Liebe ist sein Panierüber mir; er erquicket mich mit Blumen, undlabet mich mit Aepfeln.« Springe du nur aufden Würzbcrgen herum so lange dein Hirt eszngiebt, und sorge nur nicht, an dem erfor-derlichen Kreuz und den nöthigen Kämpfen wirders zu seinerZeit auch nicht fehlen lassen. Summa :es ist eben so verkehrt, aus dem Sabbath,den der Herr uns schenkt, eigenwählcrisch einen
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