thut der hohe Fremdling seinen Mund auf undspricht: »der Herr mit dir, du streitbarer Held!«Da stutzte Gideon und gedachte: welch einGruß ist das? Dann aber, wohl ahnend, wener vor sich habe, sprach er sich rein aus, wic'sihm ums Herz war. Mein Herr, spricht er,ist der Herr mit uns, warum ist uns denn sol-ches Alles widerfahren? Und wo sind alleseine Wunder, die uns unsere Väter erzähltenund sprachen: der Herr hat uns aus Egyptengeführt. Nun aber hat uns der Herr verlassen,und unter der Midiauitcr Hände gegeben. SoGideon. Da, erzählt die Geschichte, blickteder Herr ihn an, und der Herr war derSohn Gottes, und wie er ihn anblickte, freund-lich und holdselig, sprach er: »gehe hin indieser deiner Kraft, du sollst Israel er-lösen aus der Midianiter Händen. Ich habedich gesandt.« Richter ü, Ut.
Nicht immer ist es etwas Angenehmes undSüßes, vom Herrn angeblickt zu werden. Alser einst die Egyptcr ansah, sofort war es, alsob ein allmächtiger Donnerschlag durch dasganze Hccrvolk schlüge, und die Herzen der Hel-den waren augenblicklich verzagt und bebten,und die Kopfe der Klugen waren verwirrt undverdunkelt. »Er stehet die Berge an, so beben