Sturm und Roth, Verlegenheit und Grauen.Sein Glaube schlug sich iu heißem Streite mitden Mecreswogen herum, die ihu mit Ungestümumbrandcten und bedrängten, und in ihrenStrudeln ihn zu begraben drohten, und dieVerheißungen seines Gottes, wicwol es schien,als habe er sie wie einen Felsen unter seinenFüßen, und als einen Zepter in der Rechten,ach, sie fielen in seine Seele nur wie Mvndcs-strahlen in den sturmbewegten Spiegel einesSees, gebrochen, schillernd, unbeständig und be-weglich, ohne eine feste Gestalt gewinnen zukönnen. Der Herr sah es wol, wie seinemPropheten zu Muthe war, und ehe Mosesnoch Zeit oder Raum gefunden, es seinemGott zu klagen, und ihn mit einem: »ich glau-be, Herr hilf meinem Unglauben!« anzulaufen,war der Herr schon mütterlich bedacht, denSturm in seinem Herzen zu bedreuen, und erbedrcute ihu schon durch den Zuruf: »wasschreiest du zu mir, sage den Kindern Israel,daß sie ziehen. —
Wir haben einen Gott, meine Lieben, derin den Tiefen unsers Herzens zu Hause ist, undseine Augen gehen ohne Unterlaß, wie Leuchtendurch die Gemächer unserer Seele, und steigenhinunter bis in die geheimsten Winkel unseres