Wesens. Noch ehe wir Ihm unsrc Noth undunser Elend selbst entdeckt und vorgetragen ha-ben, trifft Er schon Anstalten zur Hülfe undHeilung, und stehet unser Elend an, als wärsGebet, und erhört, nicht uns, nein unserElend. Er weiß es allezeit genau, und vielbesser, als wir selbst es wissen, was seinenKindlcin frommt und nützt und noth ist, undgewiß, er führet sie nie anders, als sie selbstihn bitten würden, daß er sie führen möchte,wenn sie so deutlich in ihr Herz und ihreBedürfnisse hineinznsehn vermöchten, als Er dahineinsieht. Aber wir Wissens nur in seltnenFällen, was uns frommt, und darum sind unsdie Wege, die Gott uns führt, meist räthsel-haft und dunkel, eben, weil uns das Wozu unddas Warum verhüllet ist. Aber wie hart, wiegransam und wie zwecklos unsre Führungen unsauch je und dann erscheinen mögen, sie sind imGrunde doch nichts anderes, als thätliche Er-hörung, wenn auch nicht unserer ausdrücklichenBitten, doch unseres Elends und unserer nochunerkannten und unbewußten Bedürfnisse. Essind lauter Wege der Barmherzigkeit, und ihrZiel ist eitel Heil und Segen. —
Mose, was schreiest du zu mir? Sage denKindern Israel daß sie ziehen! — So der