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Christus der köstliche Eckstein : eine Gastpredigt über 1. Petri 2:7a
Entstehung
Seite
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seiner Gnade, das Gefühl deines Elendes und deinerSünde, das dich drükt, da wagst es kaum dies Glau-be zu nennen; aber der Herr nennt dies Begehren,dies Ansehn , dies Rufen nach ihm schon Glaube ,wenigstens hat er allen Geistlich Armen , Leidtragen-den u. s. w. schon die Seeligkeit verlieissen und wieschwach auch euer Glaube ist, wie wenig ihr auchnoch aus dem Genüsse seine Köstlichkeit kenntköstlich ist er euch doch, ja so köstlich, dass ihrwie ein Hirsch nach frischem Wasser, nach diesemLabsal euerer Seele verlangt und in Wahrheit nichtsGrösseres wisst und wünscht als ihn zu besitzen.

Euch aber, die ihr glaubt, ist er köstlich. Aberist er das , Geliebte , dann wollen wir ihn auch ge-brauchen also. Einen kösstliclien Edelstein lässtman nicht unbeachtet im Winkel liegen , sondernbetrachtet ihn und schmükt sich damit. Alsoseys auch mit unsenn Christus, wir wollen ihnoft in seiner Herrlichkeit beschauen, er soll unserSchmuk und unser Ruhm seyn. 0 dass alle, dieuns kennen , es an unserem Glauben, an unsererLiebe und Hoffnung, an Wandel und Wort, inLeid und Freud , an uns sehen , dass uns das lieb-liche Erbtlieil worden ist diesen köstlichen Steinzu besitzen. Ist er ein guter Eckstein, nun wohlan,dann lasst uns doch auch auf ihn bauen, unsernFrieden, unsern Trost, unsere Ruhe, unser Heilund unser Alles. Ist er uns wirklich köstlich ?Geliebte, das ist nichL unser Verdienst, nicht unsereWürdigkeit, sondern seine freye Gnade. Ohne diewären wir ganz, wie jene die ihn verwerfen. Es ziemt