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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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Münzkunst. §. 4.

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§- 4 -

Fein heißt ein Metall, wenn es keinefremde oder heterogene Theile bey sich hat.Legier oder beschickt heißt es, wenn es miteinigen Theilen eines oder mehrer geringernMetalle vermischt ist. Silber wird mit Kurpfer, Gold aber entweder mit Kupfer, odermit Silber, oder mit beyden Metallen zurgleich legirt. Im ersten Falle nennet manes die röche, im andern die weisse, und imletzter» die vermischte Legirung, oder Rarratirung. Die erste ist die unschädlichereund üblichste.

I. Von vermischter Legirung sind die Chur-braunschweigischen Goldgulden, welche zu-erst im Jahr 1749 zu Hannover, aber seitder Regierung unsers -sionigs nicht mehr,geschlagen sind. Sie haben sich auch bereitsgrößtentheils verlohren. Die meisten sollendie Holländer eingeschmolzen, und durchdie Cämentation wieder zu reinem Golde ge-macht haben. Da dieß gewiß nicht ohneVortheil geschehn ist, so vermuthen manche,baß sie bey dieser Arbeit einige noch nichtalgemein bekante vortheilhafte Handgriffe er-funden haben. Aber wein gelehrter Freund,Herr Professor Hacquet in Lemberg, demich nicht wenige gute Beytrage verdanke,erinnert sehr richtig, daß nicht eine solcheErfindung, sondern die veränderte Verhält-niß zwischen Silber und Gold die Einschmel-zung vortheilhaft gemacht habe.

§- 5 -

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