s7«5 Zwey und dreysslgster Abschnitt.
§- 2 .
Die Metalle zu unsern Münzen sind Sil-ber, Gold und Kupfer. Die beyden erstendienen, wegen ihrer Seltenheit und Dauer-haftigkeit, zu den Münzen vom größten, letz-teres aber zu den Münzen vom geringstenWerthe, oder zu den Scheidemünzen.
i. Silber ist von jeher das bequemste und vor-nehmste Metall gewesen; vermuthlich, weiles nicht so sehr selten als Gold, und nichtso häufig als Kupfer ist. Es ist es auchnoch, ungeachtet Europa jetzt weit mehrGold, als ehemals hat. Aus dieser Ursa-che bedeutet , arAsntum, so wie
noch orZent bey den Franzosen, Silber undGeld zugleich, eben wie im Hebräischen undden übrigen morgenländischen Sprachen.Also ist hier die Rede zuerst und vornehm-lich von den Silbermünzen, nach denen sichdie übrigen richten.
§- Z-
Wenn das Verhältniß der Metalle nachihrem Werthe oder Preise angegeben werdensoll, wird allemal der Werth des Sil-bers zur Einheit angenommen; z. B. mansagt: Silber und Gold verhalten sich zuein-ander wie i zu 15; das ist: is Mark Sil-ber gelten so viel als eine Mark Gold. Mansagt nicht, daß der Preis des Silbers gegenGold steige oder falle, sondern daß das Goldwohlfeiler oder theurer werde.
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