5Z2 Neun und zwanzigster Abschnitt.
Kasten siebet, das Pulver in Körnern durchdie Löcher treibt. Diese werden durch einStaubsieb vom Staube gereinigt, der ent-weder als Mehlpulver verkauft, oder wie-der in die Mühle gebracht wird.
1. Anfänglich körnete man daö Pulver nicht,und man führte solches nur deswegen ein,damit der Gebrauch bequemer seyn möchte.Auch erhielt man den Vortheil dadurch, daßes nicht so leicht verwitterte. Gewiß ist esaber, ungeachtet man gemeiniglich das Ge-gentheil glaubt, daß daö Körnen die Kraftschwächet, weil es alsdann weniger Ober-fläche, als das Mehlpulver hat, und sich des-fals nicht so schnell und vollkommen entzün-den kan; vornehmlich aber auch aus der Ur-sache, weil das Körnen unmöglich geschehnkan, wenn nicht das Pulver noch einige Feuch-tigkeit hat. Je feuchter es aber vor demKörnen ist, desto schwächer wird cS; dennder Salpeter scheidet und crystallisirt sich,wie man auch oft in den Körnern mit einemVergrösserungsglase bemerken kan. DiesesUebel kan die letzte Trocknung nicht verbes-sern.
2. Wenn das Pulver auf einer Walzmühle zu-gerichtet ist, so kan es so gleich gekörnt wer-den; aber das, was gestampft ist, wird mitVortheile vorher in eine Presse gebracht,alsdann zerstückt in Siebe gethan, derenviele auf einmal vom Mahlwerke bewegtwerden können. Ein anderer noch nicht all-gemein betauter Vortheil ist der, daß statder hölzernen Scheibe, sechs oder acht bley-erne oder zinnerne Kugeln, deren einige ei-nen.