Bereitung des Schießpulv. §. 8 - 529
land gehabt. In Frankreich aber ist einesolche zuerstvom Pater Fery angegeben, undtin Jahre 1754 zu Essoune gebauet worden,wo sie noch jetzt das beste Pulver liefert.Jeder Bodenstein hat acht Schuh im Durch-messer, und 2i Zoll in der Dicke. Die Läu-fer haben 7 Schuh 5 Zoll im Durchmesser.Der, welcher dem Mittelpunkte des Boden-steins am nächsten ist, ist l 8 Zoll ü Liniendick; der andere aber ist nur 17^ Zoll dick.Ein Cubikschuh des Marmors, woraus alledrey Steine besteh», wiegt r 87 Pfund irUnzen 5 Drachmen. Man kan auf einmalnur 70 Pfund Materialien mahlen, wozusechs Stunden nöthig sind. Jum Benatzcnbraucht man nur 2Z Puites Wasser. Wenndie zermalmcte Masse weggenommen wird,legt man starkes Solleder unter die Läufer,damit diese niemals unmittelbar den Boden-stein berühren. Die Masse wird sogleich ge»körnet, und giebt gemeiniglich nur zc> PfundKörner; daö übrige bleibt Ltaub. Die Ver-dunstung des Wassers ist bey dieser Müh-le weit geringer, als bey den gewöhnli-chen; man braucht also weniger Wasser,und erhalt eben deswegen ein würkfamcresPulver. Auch kan sich die ganze Masse aufersterer nicht so, wie auf den letzter», erhi-tzen. Inzwischen geht auch die Arbeit lang-samer.
S. Von einer andern Einrichtung sind die je-tzigen Schwedischen Pulvermühlen, welcheÄarl Rnmberg ums Jahr 1754 angegebenhat. Die beyden Arme einer senkrecht ste-henden Welle führen jeder eine mit einemstarken Reifen von gegossenem Messing um-gebene hölzerne Walze, die einem Mühlstei»L l ne