528 Neun und zwanzigster Abschnitt.
trocknen, welches durch Warme alleinnicht geschehen darf; denn diese würde dieFeuchtigkeit nach der Oberfläche treiben, unddadurch den Salpeter scheiden.
2. Das Anfeuchten geschieht nur in der Ab-sicht, um das Verstauben zu verhüten, unddie Masse hernach körnen zu können; dahernur so wenig Wasser als möglich angewen-det werden muß. Zuviel würde den Salpe-ter auflösen, und auswaschen.
§. 8 -
Mit weniger Gefahr, aber mit einigemZeitverluste, erhält man ein Pulver vonmehrer Güte, auf den Mühlen, wo die Ma-terialien durch Zerdrücken, nicht durch Stam-pfen, mit einander vereinigt werden. Durchein Wasserrad werden zwo senkrechte Wellenumgelrieben, deren jede mit ihren beydenArmen zween mühlsteinförmige Marmor, aufihrem Rande, über einen horizontal liegen-den runden Marmor, durch dessen Mittel-punkt jene Welle geht, herumführt. Aufden liegenden Stein, der mit einer hölzernenEinfassung versehn ist, werden die Materia-lien geschüttet, die von dem Arbeiter mit ei-ner Krücke unter die Läufer geschoben, undvoy Zeit zu Zeit benäht werden.
r. Schon am Ende des vorigen, wenigstens ge-wiß im Anfange des jetzigen Jahrhunderts,hat man dergleichen Walzmnhlen in Teutsch-land