Zuckersiederey. §. 12. si»
verhielt sich dieser Niederschlug wie Selenit.Also hat diese Erde Kalk, der sich auch inMenge aus der Auflösung durch Laugensalzniederschlagen laßt. Nachdem ich von einerabgewogenen Menge dieser Erde das Sal-petersauer behutsam abgegossen hatte, süsse-te ich sie aus mit destillirtem Wasser, begoßsie noch eine Zeitlang mit neuer Säure, wo-bey aber kein Aufbrausen weiter entstand.Nach einigen Stunden goß ich die Säurewieder ab, und dieser Abguß trübte sich kaumnoch etwas durch Alkali. Was von der Er«de zurück geblieben war, schlämte ich sorg-fältig, und erhielt etwas wenigen sehr fei-nen Sand. In Feuer ändert sich die Farbeder rohen Erde nicht, auch zeigt die über ihrgestandene Säure mit Gallapfeln keine Spurvon Eisen. Der von Kalk und Sand gerei-nigte Thon war grauer und bindender oderfetter, als die rohe Erde. Nach meiner Un-tersuchung enthält diese Erde kaum j^Sand,ß? Thon und Kalk; und ist also vielmehreine Kalkerde, als Thonerde.
Z. Die Schlesische Zuckererde wird zu Nimb-kau, drey Meilen von Breslau, an einemBerge gegraben. Sie ist aschgrau, mager,brauset mit einer Säure, und da sie überund unter sich einen feinen zum Scheurcndienlichen Sand hat, so wird sie wohl demfranzösischen Thone sehr nahe kommen, oderganz gleich seyn. Es ist mir wahrscheinlich,daß der thonichte Kalk deswegen nicht völligso gut seyn könne, weil das Wasser wenig-stens einige der feinsten Kalktheile in die Zu-ckerbrode schlemmen möchte.
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