Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
512
Einzelbild herunterladen
 

512 Acht und zwanzigster Abschnitt.

6. Zu den Eigenschaften der Zuckererde pflegeneinige auch zu rechnen, daß sie das einge-sogene fettige Wesen leicht wieder in Wasserfahren lasse, damit dicstlbige Erde oft wie-der gebraucht werden könne. Einigermassenwird dieß jeder Thon, und jeder thonichteKalk thun; allein man hat wohl eben nichtUrsache, darauf zu sehn; denn die erdichteDecke zieht wenige, oder vielmehr gar keinesolche Theile aus dem Zucker, auf den siedas Wasser fallen läßt, an sich. ES ist wahr,eine oft gebrauchte Erde nimt, wenn mansie nach dem Gebrauche unausgewaschentrocknet, einen grösser» Grad der Festigkeitan, als sie rok hat; aber dennoch zerfält sieschnell in Wasser, brauset noch mit den Säu-ren, und gereinigter geschmolzener Salpetergiebt mir weder Funken, noch Rauch, nochirgend einen Beweis der Alkalescirung, wennich die nach dem Gebrauche nicht gewasche-ne, aber wohl getrocknete, und klein geriebe-ne Zuckererde hineintrage.

In der Darre, einem dichten, mit Klap-pen versehenen Zimmer, welches durch einenOfen geheiht wird, werden die Hüte auf Ge-rüste von Latten gestellet, und vorsichtig aus-getrocknet.

§. 14.

Endlich werden die unfchadhasten einpa-pierr, das ist, mit weissem Papiere, welchesnicht färbt, und mit violettem, welches stär-ker