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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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Zuckersiederey. §. 6. soi

Hältev sortirt worden, wird er mit Kalkwas-ser in die Pfannen getragen, mit etwas Och-senblut, und eine feinere Art auch noch wohl,nach alter Weise, mit Eyweiß vermischt, un-ter Umrühren mit hölzernen Spaden, zumSieden und Schäumen gebracht, worauf derSchaum mit einem grossen kupfernen Schaumrlöffel abgenommen wird.

r. Der Gebrauch des Kalkwassers läßt sich ausfolgendem erklären. Nach den Beobachtunrgen des Hrn. Pros. Bergmann in Upsala,zieht die Juckersäure die Kalkerde so starkan, daß sie selbige allen andern Säuren ent»zieht, und diese Verbindung daher wederdurch andere bekante Säuren, noch Laugcn-salze oder Erden, sondern blos durchs Feuerzerlegt werden kan. Von dieser Säure hatder Zuckersaft einen Ueberfluß, wodurch dasAnschießen verhindert wird, wie denn auchder vollkommene Zucker, wenn man ihn inWasser auflöset und Zuckersäure zusetzt, garkeine krystallinische Körner giebt. Vielleichtwird auch bey der Hitze, welche starker ist. alsdie, wobey Wasser siedet, etwas Zuckerzersetzt, so daß dadurch eine freye Säureentsteht. Wenn nun diese Säure sich mitdem Kalke verbunden hat, so fält der dadurchentstandene Zuckerselenit unauflöslich nieder,oder er schwimmet in dem durch die Kunsterregten Schaum oben. Geschieht die Rei-nigung vollkommen, so bleibt im Zucker selbstnicht die geringste Spur von Kalkerde zu-rück. Ausser dem aber ist auch gewiß, daßdie alkalische Lauge die überflüssigen ablich-ten und harzichten Theile verdünnet und ab-

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